Diskriminierungsvorwürfe gegen Disneyland Paris

Kommission bestätigt die Prüfung von Beschwerden gegen Disneyland Paris

 

Die EU-Kommission und die Europäischen Verbraucherzentren haben Beschwerden wegen einer vermeintlichen Diskriminierung aufgrund des Wohnsitzes von Verbrauchern durch den Vergnügungspark Disneyland Paris erhalten.

 

DIe für Binnenmarkt zuständige Kommissionssprecherin Lucia Caudet bestätigte eine entsprechende Prüfung der Beschwerden: "Ich kann bestätigen, dass wir derzeit eine Reihe von Beschwerden überprüfen, einschließlich mehrere gegen Disneyland Paris.

 

 

Disneyland Paris soll für Besucher aus Deutschland extrem höhere Preise verlangt haben

 

 

Laut Financial Times verweist die EU-Kommission darauf, dass bei sogenannten "Premiumpaketen" Franzosen lediglich 1346 EUR, Briten 1870 EUR und Deutsche 2447 EUR zahlen müssten. Für ein Tagesticket sollen Briten 15 Prozent mehr gezahlt haben. Außerdem hätten Besucher französischer Herkunft weitere Vergünstigungen in Anspruch nehmen können, wie etwa Familien-Rabatte und dergleichen mehr.

 

Nun geht die EU-Kommission diesen Vorwürfen nach

 

Im Falle von Disneyland Paris sollen sich die Kunden konkret beschwert haben, dass ihnen den Zugang zu den günstigeren Paketen unmöglich gemacht wird - etwa durch die Bezahlungsmodalitäten oder die Versandrichtlinien.

 

 

Hinzu kommt, dass Interessenten im Internet direkt auf die nationalen Seiten mit höheren Preisen umgeleitet werden - die IP-Adresse des Computers zeigt dem Unternehmen, wo sich ein Nutzer ins Internet einloggt.

 

Die EU-Kommission hat Frankreich jetzt angewiesen, die Preispolitik Disneys zu untersuchen. Sollte Paris nichts unternehmen, könnte die Kommission das Land verklagen.

 

Zu oft werden Verbraucher, die in einem anderen Mitgliedstaat Dienstleistungen oder Produkte kaufen wollen, daran gehindert, den besten Preis zu bekommen. Es handelt sich um ungerechtfertigte Unterschiede in der Behandlung aufgrund von Nationalität oder Wohnsitz. Das wäre eine Praxis, die gemäß Art. 20 der Dienstleistungsrichtlinie nicht erlaubt ist.

 

 

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