Mietminderung - nie ohne Beratung!

 

Wer die Miete wegen eines Mangels mindert, sollte die Mietminderung nicht zu hoch ansetzen. Denn eine ungerechtfertigte Mietminderung kann eine Kündigung nach sich ziehen.

 

Mieter, die berechtigterweise die Miete wegen Wohnungsmängeln mindern, brauchen in der Regel keine negativen Konsequenzen zu fürchten. Anders sieht es aus, wenn die Mietminderung deutlich zu hoch angesetzt ist. Viele Mieter kürzen die Miete nämlich so stark, dass keine angemessene Minderung mehr vorliegt. Im Fall einer ungerechtfertigten Mietminderung droht dann die fristlose Kündigung.

 

Im einem Fall kürzte der Mieter die Miete um 30 Prozent, da es angeblich Mängel an der Heizung, Dämmung und an den Fenstern gab. Der Vermieter widersprach der Mietminderung. Dennoch zahlte der Mieter über einen längeren Zeitraum nur die gekürzte Miete. Nach mehr als einem Jahr wurde es dem Vermieter zu bunt: Er kündigte das Mietverhältnis und forderte vom Mieter, dass er die rückständige Miete begleichen solle.

 

Der BGH (VIII ZR 171/03) gab dem Vermieter überwiegend Recht: Die Richter sahen lediglich ein Kürzungsrecht um fünf Prozent wegen Mängeln an den Fenstern. Andere Defekte konnte der Mieter vor Gericht nicht darlegen.

 

Da es sich darüberhinaus um eine ungerechtfertigte Mietminderung handelt, betrage die Höhe der deshalb rückständigen Miete mehr als zwei Monatsmieten und eine fristlose Kündigung des Mietverhältnisses war demnach gerechtfertigt.

 

Holen Sie also vor einer beabsichtigten Mietminderung unbedingt anwaltlichen Rat ein. Nur so können Sie auf der sicheren Seite sein und Ihre Ansrpüche effektiv durchsetzen.

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