Reisenden, die auf der Heimreise vom Urlaub in Seenot geraten und dabei Todesangst erleiden, steht Schmerzensgeld und eine Reisepreismindung bis zu 100 % zu.

Das Oberlandesgericht Schleswig hat entschieden, dass Trinkgelder, die bei einer Kreuzfahrt zwingend zu zahlen sind, im beworbenen Reisepreis angegeben werden müssen.

Sachverhalt

Die Beklagte, die Schiffsreisen vermittelt, hat mit einem Gesamtpreis für eine Kreuzfahrt geworben. In diesem Gesamtpreis fehlte die Angabe eines Serviceentgelts von 10 Euro pro Tag.

Nach den Vertragsbedingungen muss das Serviceentgelt von jedem Kreuzfahrtgast bezahlt werden.

Es wird nur dann nicht berechnet, wenn der Gast eine Nacht nicht an Bord verbringt.

Der Kläger, ein Verein zur Förderung gewerblicher oder selbstständiger beruflicher Interessen, nimmt die Beklagte deshalb auf Unterlassung einer der...

Kann ein Mieter aufgrund seines Gesund­heits­zustandes seine Wohnung nicht weiter nutzen, begründet dies kein Recht zur fristlosen Kündigung des Mietvertrags durch den Mieter.

Ihm kann aber ein Anspruch auf Abschluss eines Miet­aufhebungs­vertrags zustehen, wenn er einen Nachmieter benennt. Dies hat das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg entschieden.

Sachverhalt

In dem zugrunde liegenden Fall kündigten die Mieter einer Wohnung das Mietverhältnis Mitte März 2017 fristlos und hilfsweise fristgemäß.

Sie stützten die fristlose Kündigung darauf, dass sie aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation und der damit verbundenen Betreuung in einem Pflegeheim die Wohnung nicht weiter haben...

Das neue Reiserecht gilt für Kreuzfahrten, die seit dem 1. Juli 2018 gebucht wurden. Es gibt insoweit viele Änderungen und Neuerungen:

Informationspflichten

Reiseveranstalter müssen vor der Buchung dem Kunden ein Formblatt zukommen lassen, mit deminformiert wird, dass es sich bei der Reise um eine Pauschalreise handelt und welche Rechte und Ansprüche sich daraus für den Urlauber ergeben.

Ebenso muss der Reiseveranstalter vor Abschluss des Reisevertrages über wichtige Details der angebotenen Reise aufklären.

Dazu gehören nicht nur beispielsweise Infos über den Reisepreis, die Reiseroute oder das Kreuzfahrtschiff, sondern auch u.a. Informationen über Einreisebestimmungen der Zi...

Der BGH hat entschieden, dass ein mehrstündiger Ausfall aller Computersysteme an den Abfertigungsschaltern eines Terminals außergewöhnliche Umstände im Sinne der Fluggastrechteverordnung begründen kann und den Passagieren keine Entschädigung zusteht.

Sachverhalt

In beiden Fällen beanspruchen die Klägerinnen Ausgleichszahlungen i.H.v. jeweils 600 Euro wegen verspäteter Flüge nach Art. 7 Abs. 1 Satz 1 Buchst. c der Fluggastrechteverordnung (Verordnung (EG) Nr. 261/2004).

Die Klägerinnen buchten bei dem beklagten Luftverkehrsunternehmen Flüge von New York nach London mit Anschlussflügen nach Stuttgart.

Die Flüge von New York nach London starteten verspätet und landeten mehr als zwei...

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